Category: Allgemein

  • Hitzeschutzplan für Linz

    Hitzeschutzplan für Linz

    Beteiligung für wirksamen Hitzeschutz: Partizipativer Prozess zum Hitzeschutzplan in Linz

    Im Rahmen der Erarbeitung des Hitzeaktionsplans der Stadt Linz durfte das Partizipationsbüro im ersten Halbjahr 2025 den partizipativen Prozess konzipieren und umsetzen. Ziel war es, Perspektiven aus der Stadtgesellschaft systematisch in die Entwicklung von Maßnahmen zum Schutz vor Hitze einzubringen.

    Hitzeperioden stellen insbesondere in Städten eine zunehmende Herausforderung für Gesundheit, Infrastruktur und Lebensqualität dar. Der Hitzeaktionsplan der Stadt Linz zielt darauf ab, präventive und akute Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung zu bündeln und weiterzuentwickeln. Ein zentraler Bestandteil war dabei die Einbindung von Erfahrungen, Bedarfen und lokalem Wissen aus der Bevölkerung sowie von relevanten Akteur:innen. Das fand im Rahmen von vier Workshops und einer Beteiligung auf dem Linzer E-Partizipationsportal statt. Die Workshops richteten sich an Bewohner:innen der Stadt Linz, sowie an Expert:innen aus Vereinen, Gesundheitseinrichtungen, Sozialorganisationen u.a.

    Das Partizipationsbüro war für die Konzeption, Moderation (Schifteh Hashemi & Dieter Gremel) und Auswertung des partizipativen Prozesses verantwortlich. Der Fokus lag auf einer niedrigschwelligen, inklusiven und strukturierten Beteiligung, die konkrete Rückschlüsse für die Planung ermöglichte.

    Leistungen im Überblick:

    • Konzeption des Beteiligungsformats
    • Methodische Gestaltung der Beteiligung
    • Moderation (Schifteh Hashemi und Dieter Gremel) und Prozessbegleitung
    • Strukturierte Aufbereitung der Ergebnisse für die Fachbereiche.

    Was Beteiligung hier ermöglicht hat

    Durch den partizipativen Prozess konnten alltagsnahe Perspektiven, konkrete Problemstellen und praxisorientierte Vorschläge sichtbar gemacht werden. Diese ergänzten die fachliche Planung um wertvolle Hinweise aus der Lebensrealität der Stadtbewohner:innen.

    Beteiligung trug damit dazu bei, den Hitzeaktionsplan stärker an tatsächlichen Bedürfnissen auszurichten und seine Akzeptanz zu erhöhen.

    Weitere Informationen zum Hitzeschutzplan: https://www.linz.at/umwelt/hitzeschutzplan.php

    Sie planen einen partizipativen Prozess im Bereich Klimaanpassung oder Gesundheit?
    Nehmen Sie Kontakt auf, gerne bringen wir unsere Erfahrung in vergleichbare Vorhaben ein.

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    Das mitgestalten Partizipationsbüro richtet Beteiligungsplattformen auf Basis von Decidim ein und betreibt sie – für Städte, Gemeinden und Organisationen. Sehen Sie sich unsere Pricing und References an, oder testen Sie Decidim kostenlos in Ihrem Corporate Design.

  • Nachlese: Partizipative Budgets in Österreich – Perspektiven und Praxis

    Nachlese: Partizipative Budgets in Österreich – Perspektiven und Praxis

    Nachlese: Expert:innengespräch zu partizipativen Budgets in Österreich.

    Gesprächsrunde: Partizipative Budgets

    „Das Besondere an partizipativen Budgets ist, dass die Umsetzung schon im Format selbst angelegt ist.“ hob Barbara Ruhsmann (ÖGUT) zu Beginn des Expert:innengesprächs eine Besonderheit der Methode hervor. Während viele Beteiligungsinstrumente nach der Ideenfindung enden, garantieren partizipative Budgets, dass Projekte tatsächlich realisiert werden. Genau darin liegt ihre Stärke – und ihr Mehrwert für Gemeinden und Städte.

    Jugendbudgets als Demokratie zum Anfassen

    Besonders intensiv wurde über Jugendbudgets gesprochen. Benjamin Schmid (Junges Wien – Koordinationsstelle Wiener Kinder- und Jugendstrategie) berichtete von den Erfahrungen mit der Wiener Kinder- und Jugendmillion und machte deutlich: Wenn Jugendliche ihre Ideen nicht nur einbringen, sondern auch umgesetzt sehen, entsteht Begeisterung und Verantwortungsbewusstsein.

    Die Themen reichen von ganz alltagsnahen Anliegen – etwa Unterstützung beim Schulstart – bis hin zu Forderungen nach mehr Klimaschutz. Lisi Nagy (Südwind) hob hervor, dass Jugendbudgets dabei besonders inklusiv wirken: Sie erreichen junge Menschen unabhängig von Herkunft oder sozialem Hintergrund und fördern so demokratisches Verständnis und Teilhabe. Gleichzeitig entwickeln Jugendliche Schlüsselkompetenzen wie Teamfähigkeit, Kommunikation oder Konfliktlösung und erleben Selbstwirksamkeit.

    Qualität und Fairness

    Martin Lackner (WU Wien) brachte die wissenschaftliche Perspektive ein. Er betonte, dass die Regeln der Abstimmung entscheidend sind: Derzeit werden meist die populärsten Projekte umgesetzt, während andere Ideen, die ebenfalls genügend Stimmen erreichen, oft unberücksichtigt bleiben. Im Rahmen eines Forschungsprojekts arbeitet er mit seinem Team an Verfahren, die auch Minderheitenpositionen sichtbar machen. Damit können mehr Vorschläge verwirklicht werden, die Vielfalt steigt, und die Glaubwürdigkeit des Formats wird gestärkt.

    Verankerung und Wirkung

    Warum gibt es in Österreich noch vergleichsweise wenige partizipative Budgets? Bei den Expert:innen war klar: Der administrative Aufwand für Verwaltungen ist hoch. Gleichzeitig liegen die positiven Effekte auf der Hand – mehr Engagement, stärkerer sozialer Zusammenhalt, innovative Projekte, die das Leben in Gemeinden und Städten bereichern.

    Eine Möglichkeit: Damit das Format österreichweit Fuß fassen kann, müssen diese Wirkungen systematisch erforscht und messbar gemacht werden. Was Bürger*innen und Verwaltung als Gewinn erleben, muss für politische Entscheidungsträger belegbar sein.

    Fazit

    Das Expert:innengespräch machte deutlich: Partizipative Budgets sind ein starkes Instrument für gelebte Demokratie, Inklusion und Innovation. Besonders Jugendbudgets haben das Potenzial, in Österreich einen neuen Impuls für Beteiligung zu setzen.
    Jetzt gilt es, die Erfolge sichtbar zu machen – und den Mut aufzubringen, das Format häufiger einzusetzen.

    Weitere Informationen:

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  • Podiumsdiskussion: Partizipative Budgets in Österreich

    Podiumsdiskussion: Partizipative Budgets in Österreich

    Podiumsdiskussion: Partizipative Budgets in Österreich – Perspektiven & Praxis

    DATUM: 28/08/2025

    UHRZEIT: 16:30 – 18:30

    ORT: Impact Hub Vienna, Lindengasse 56, 1070 Wien (Library)

    Wie kann Beteiligung über partizipative Budgets gestärkt werden?

    Als Partizipationsbüro ist es uns schon lange ein Anliegen die Potentiale partizipativer Budgets in Österreich sichtbarer zu machen. Wir haben daher die Informationsseite: partizipatives-budget.at ins Leben gerufen.

    Nun organisieren wir am 28.08. 2025 eine Podiumsdiskussion zum Thema. Dafür holen wir uns Inspiration aus durchgeführten Projekten, beleuchten Erfolgsfaktoren und diskutieren, wie dieses Format in Österreich noch sichtbarer und wirksamer werden kann.

    Es diskutieren:

    • Martin Lackner, WU Wien
    • Elisabeth Nagy, Bildungsreferentin, Südwind
    • Barbara Ruhsmann, ÖGUT – Themenbereich Partizipation
    • Benjamin Schmid, Leitung Koordinationsstelle Wiener Kinder- & Jugendstrategie
    • Moderation: Romy Grasgruber-Kerl

    Diese Veranstaltung wird unterstützt durch das Raum für Impact-Programm des Impact Hub Vienna. Sie sind herzlich eingeladen – wir freuen uns über Ihre Teilnahme! Bei Fragen oder Problemen bei der Anmeldung wenden Sie sich gerne an romy@mitgestalten.jetzt

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  • Demokratie 4.0: Mitbestimmen im 21.Jahrhundert

    Demokratie 4.0: Mitbestimmen im 21.Jahrhundert

    Nachhören

    Die Veranstaltung wurde aufgezeichnet und kann nachgehört werden.

    Am 14. Mai 2025 diskutierte Romy Grasgruber-Kerl mit Fridolin Herkommer (Ökonom und Leiter des Büro für Digitale Agenden der AK Wien), Martin Lackner (Assistenzprofessor an der WU Wien), Alena Wacenovsky- (Journalistin Chefredaktion) und Klemens Himpele (Volkswirt und IKT-Chefstratege der Stadt Wien) über die Herausforderungen und Potentiale der Digitalisierung für unsere Demokratie

    Moderation:
    Sina Moussa-Lipp- Abteilung Kommunalpolitik und Wohnen, AK Wien

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  • Safe Democracy Convention 2025

    Safe Democracy Convention 2025

    mitgestalten Partizipationsbüro bei der Safe Democracy Convention 2025

    Rund 400 Teilnehmer:innen aus ganz Österreich nahmen am 13. Februar im Wiener Rathaus an der Safe Democracy Convention teil. Die vom Innovation in Politics Institute initiierte Konferenz widmete sich den Chancen und Herausforderungen neuer Technologien für Demokratie, Bürger:innenbeteiligung, Datensicherheit und Transparenz.

    Vertreter:innen von Städten, Gemeinden, Unternehmen und der Zivilgesellschaft diskutierten über bereits erprobte Lösungen sowie internationale Best Practices aus Zürich, München, Hamburg und Berlin. Im Mittelpunkt standen Standards und Richtlinien für Kommunen sowie Pilotprojekte in den Bereichen digitale Beteiligung, Schutz vor Fake News, Datensicherheit und Europas digitale Souveränität.

    Romy Grasgruber-Kerl stellte die Beteiligungsplattform Decidim sowie das umfassende Security Audit: Fortify.Decidim für das mitgestalten Partizipationsbüro vor.

    Foto: Roast Media

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  • DIGIgrätzl ist da!

    DIGIgrätzl ist da!

    DIGIgrätzl.at – Die neue Plattform für digitale Nachbarschaftsvernetzung ist da!

    DIGIgrätzl-Mockup

    Die Plattform ist Open Source auf Github zu finden:

    1. https://github.com/DecidimAustria/decidim-module-feeds
    2. https://github.com/DecidimAustria/decidim-module-feeds_ui
    3. oder kann von uns für Sie aufgesetzt, gehosted und gewartet werden.

    Das Partizipationsbüro freut sich, das Ergebnis des vom AK digifonds geförderten Projekts DigiGraetzl.at vorzustellen: eine inklusive und kinderleicht zu bedienende Plattform / APP, die partizipativ mit Bewohner:innen und Expert:innen in Wien Meidling entwickelt wurde, um die Vernetzung in Wiener Nachbarschaften zu verbessern. Nach intensiver Weiterentwicklung unserer Plattform DECIDIM steht DIGIgrätzl nun allen Interessierten zur Verfügung – bereit, Ihre Grätzl-Arbeit zu unterstützen!

    Was kann die DigiGrätzl-Plattform?

    Die Plattform ähnelt einer Facebook-Gruppe, ist jedoch Open Source und Datenschutz-optimiert. Sie wurde speziell für die Bedürfnisse von lokalen Gemeinschaften konzipiert. Zu den zentralen Funktionen gehören:

    • Feed: Die Plattform besteht aus einem gut strukturierten Feed, auf dem man sich in der Nachbarschaft austauschen kann.
    • Whitelabel: Die Plattform kann individualisiert werden und ist eine Whitelabel-Lösung.
    • Privilegierter Admin: Plattform-Admins können Beiträge hervorheben, anheften und so sicherstellen, dass wichtige Inhalte gesehen werden.
    • Veranstaltungsorganisation: Kalender und Tools für Terminabstimmungen erleichtern die Organisation von Nachbarschaftsaktivitäten.
    • Umfragen: Ein simples Umfragetool ermöglicht Stimmungsbilder zu konkreten Fragen.
    • Share & Care: Auf der Plattform kann man Gegenstände tauschen/teilen und sich gegenseitig unterstützen.
    • E-Mail Verteiler: Alle auf der Plattform registrierten Personen können per E-Mail informiert werden.Über wichtige Inhalte bleibt man per Push-Notification informiert.

    Die Plattform wurde in enger Zusammenarbeit mit den Menschen entwickelt, die sie nutzen werden – ein echtes Produkt der Gemeinschaft.

    Warum DigiGrätzl?

    In einer zunehmend digitalen Welt ist es wichtiger denn je, lokale Gemeinschaften zu stärken. DigiGrätzl unterstützt Organisationen, Initiativen und Gemeinden dabei, den sozialen Zusammenhalt zu fördern und gleichzeitig die Vorteile moderner Technologien zu nutzen.

    Die Plattform ist flexibel, einfach zu bedienen und an die Bedürfnisse verschiedener Zielgruppen anpassbar – von Vereinsmitgliedern, über Gemeinde- oder Grätzlbewohner:innen.

    So erhalten Sie die Plattform

    DigiGrätzl steht ab sofort Open Source (siehe oben) oder über das Partizipationsbüro zur Verfügung. Ob Sie ein Pilotprojekt starten, eine bestehende Nachbarschaftsinitiative digital unterstützen oder eine innovative Lösung für die Grätzl-Organisation suchen – wir helfen Ihnen, die Plattform optimal einzusetzen.

    Interessiert?

    Besuchen Sie: demo.digigraetzl.at und tauchen Sie direkt ins Produkt ein. DIGIgrätzl wurde für das Smartphone entwickelt – daher rufen Sie die Plattform am besten damit auf.

    Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Email, um mehr über die Möglichkeiten von DigiGrätzl zu erfahren. Gerne beraten wir Sie individuell und zeigen Ihnen, wie Sie die Plattform für Ihre Anforderungen nutzen können.

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  • Fortify.Decidim

    Fortify.Decidim

    Bild einer Festung und Text: Fortify.Decidim

    Fortify.Decidim: Sicherheitsoptimierung für die Partizipationsplattform Decidim

    Für die Integrität von digital begleiteten Partizipationsprozessen spielt Sicherheit eine entscheidende Rolle. Die Open-Source-Plattform Decidim ermöglicht es Menschen weltweit, sich an politischen Prozessen zu beteiligen. Dank der Unterstützung von netidee.at konnte im Projekt Fortify.Decidim ein umfassendes Security-Audit durchgeführt werden, das Decidim vor potenziellen Bedrohungen schützt und gleichzeitig die Integrität demokratischer Prozesse sichert.

    Das Ziel: Sicherheitslücken identifizieren, beheben und dadurch die Sicherheit der gesamten Plattform und ihrer Nutzer:innen noch stärker erhöhen. Umgesetzt wird das Security-Audit vom Center for Digital Safety and Security des Austrian Institute of Technology GmbH, das auf modernste Methoden zur Cyber-Sicherheitsprüfung zurückgreift.

    Für wen ist Fortify.Decidim relevant?

    Die Zielgruppe dieses Projekts umfasst die mehr als 2 Millionen Decidim-Nutzer:innen weltweit, Organisationen, die Decidim implementieren, sowie die Open-Source-Community, die hinter der Plattform steht. Sie profitieren von einem erhöhten Sicherheitsstandard, der sowohl die Plattform als auch ihre Anwender:innen vor Cyberangriffen schützt.

    Wie funktioniert die Sicherheitsoptimierung?

    Fortify.Decidim arbeitet mit einer Kombination aus professionellen Penetrationstests und Code-Analysen, um potenzielle Sicherheitsrisiken zu erkennen. Sobald Schwachstellen identifiziert sind, werden sie durch gezielte Maßnahmen behoben. Dadurch wird nicht nur der bestehende Code verbessert, sondern auch die langfristige Stabilität und Sicherheit der Plattform gewährleistet. Alle Patches werden 2-4 Monate nach dem Fix unter einer offenen Lizenz veröffentlicht und stehen auf GitHub zur Verfügung. So profitiert die gesamte Decidim-Community von den Verbesserungen.

    Fazit: Schutz demokratischer Teilhabe durch Fortify.Decidim

    Fortify.Decidim stärkt die digitale Infrastruktur einer der wichtigsten Open-Source-Plattformen für Bürgerbeteiligung. Durch die gezielten Sicherheitsmaßnahmen wird nicht nur die Plattform selbst, sondern auch das Vertrauen der Nutzer:innen und Organisationen in ihre Sicherheit gestärkt. In einer Zeit, in der digitale Partizipation immer wichtiger wird, setzt Fortify.Decidim neue Standards für die Sicherheit und Zukunftsfähigkeit demokratischer Prozesse.

    WEITERE INFORMATIONEN:

    https://www.netidee.at/fortifydecidim

    netidee logo

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  • Redebeitrag: Demokratiepaket

    Redebeitrag: Demokratiepaket

    Redebeitrag: „Wir schreiben unser Demokratiepaket selber.“

    Mehr Demokratie Oberösterreich lud im November 2023 zum Gespräch in den Wissensturm Linz.

    Impulse

    • Caroline Hammoutene, Demokratie21
      Bürger:innenräte und deliberative Demokratie
    • Erwin Leitner, mehr demokratie!
      Direkte Demokratie und Volksabstimmungen
    • Romy Grasgruber-Kerl, Mitgestalten Partizipationsbüro
      Digitale Demokratie (Ab Minute 44)
    • Adis Šerifović, Ludwig Boltzmann Gesellschaft
      Einbeziehung benachteiligter und marginalisierter Gruppen
    • Julia Weber, Südwind OÖ
      Kinder- und Jugend-Partizipation stärken

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  • Partizipatives-Budget.at geht online

    Partizipatives-Budget.at geht online

    Partizipatives-Budget.at geht online

    Pünktlich zum internationalen Tag der Demokratie geht unsere Informationsseite: partizipatives-budget.at online.

    Partizipatives-Budget.at

    Das mitgestalten Partizipationsbüro hat eine informative Website zur Umsetzung partizipativer Budgets entwickelt: https://partizipatives-budget.at .

    Auf der Website findet ihr Hintergrundinformationen zur Geschichte, Umsetzungskriterien, internationale Beispiele und vieles mehr.

    Ein großes Dankeschön geht an Justine Bosset für ihre wertvolle Unterstützung bei Konzeption, Recherche und Umsetzung!

    Während partizipative Budgets in den meisten europäischen Ländern bereits weit verbreitet sind, gibt es in Österreich bisher nur drei Pionierstädte (Wien, Graz, Eisenstadt), die damit arbeiten.

    Mit diesem Projekt möchten wir dazu beitragen, dass Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, die die Bevölkerung in die Gemeinde- und Stadtentwicklung einbeziehen möchten, besser informiert sind. Gleichzeitig sollen Bürgerinnen und Bürger einen Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der Mitgestaltung durch partizipative Budgets erhalten.
    Lasst uns gemeinsam die Demokratie stärken und partizipative Budgets in Österreich vorantreiben!

    Besucht partizipatives-budget.at und erfahrt mehr über dieses spannende Thema. 💼🏛️ #PartizipativeBudgets #Demokratie #Mitgestaltung #Partizipation

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  • (Digitale) Demokratie in Parteien

    (Digitale) Demokratie in Parteien

    (Digitale) Demokratie in Parteien

    Anlässlich der Mitgliederbefragung zum SPÖ-Vorsitz ist innerparteiliche Demokratie wieder Thema. Zurecht, denn der zunehmende Vertrauensverlust in das politische System zeigt sich bei Parteien besonders deutlich.

    38% meinen, dass keine Partei ihre Anliegen vertritt.
    Quelle: Sora/Demokratiemonitor

    So stellt der Demokratiemonitor 2022 fest, dass sich die Anzahl der Menschen, die ihre politischen Anliegen von keiner politischen Partei aufgegriffen sehen, in vier Jahren – zwischen 2018 und 2022 – von 13 Prozent auf 38 Prozent fast verdreifacht hat. Parteien sind in der repräsentativen Demokratie zentral und sollten gegensteuern.

    Eine stärkere Einbindung der Mitglieder kann Bewegung in Parteiapparate bringen: 9.000 Eintritte konnte die Sozialdemokratie nun im Zuge der ausgerufenen Mitgliederbefragung verzeichnen. Dass eine Öffnung und Demokratisierung der Partei, samt direkter Vorsitzwahl nötig ist, trommeln Jugendorganisationen und Sektion 8 seit langem. International sei eine Direktwahl des Parteivorsitzes bereits etabliert.

    Wie können digitale Lösungen innerparteiliche Demokratie unterstützen?

    Vorsitzwahl in Kanada

    Online-Abstimmungen werden in politischen Parteien unterschiedlich eingesetzt. Am häufigsten, um die Parteiführung zu wählen. In Kanada machen das bereits alle großen politischen Parteien.

    Die Grüne Partei Kanadas hat dabei auf die von uns angebotene Software Decidim gesetzt. Ihre Kampagne endete im November 2022 und führte zur Wahl von Elizabeth May und Jonathan Pedneault. Die Wahlkampagne stellt sich selbst als die “fairste, offenste und technologisch fortschrittlichste Kampagne” und als das “effektivste Format zur Wahl einer neuen Parteiführung” dar. Die Online-Plattform Decidim ermöglichte dabei Online-Voting und umfassende Information der Mitglieder. Denn nicht nur die Abstimmung, auch die Kampagnen der Kandidat:innen liefen dort zusammen. Beispielsweise konnten Mitglieder über die Plattform Anträge auf Faktenchecks stellen, d. h. den Wahrheitsgehalt der Aussagen von Kandidat:innen im Rennen um die Führung in Frage stellen. Diese waren verpflichtet, diese Fragen zu beantworten. Ergebnisse wurden in einem wöchentlichen Newsletter veröffentlicht. Mitglieder konnten Kandidat:innen über die Website finanziell unterstützen, wurden über sämtliche Veranstaltungen der Kandidat:innen und den Prozessverlauf informiert.

    Nicht nur bei der Wahl der Parteiführung können Parteien intern demokratischer werden, Mitgliederentscheide kommen häufiger zum Einsatz: bei der Entscheidung über Koalitionsabkommen, der Unterstützung eines Misstrauensvotums oder zur Position der Partei in einer Volksabstimmung.

    Agora democratiche

    Neben Abstimmungen können digitale Tools auch deliberative Prozesse unterstützen.

    So setzte die Partido Democratico – die Schwesterpartei der Sozialdemokratie in Italien – nach Jahren der Krise – ebenfalls auf Decidim, um mit der “Agora Democratiche” in ganz Italien in Versammlungen über die Zukunft des Landes und der Partei zu diskutieren.

    Der Fokus lag dabei nicht ausschließlich auf den Mitgliedern, sondern auf der Öffnung der Partei für alle Bürger:innen. Über die Decidim-Plattform wurde:

    • die Veranstaltungsadministration abgewickelt
    • Vorschläge zu Themenfeldern online diskutiert und eingebracht.
    • Ergebnisse dokumentiert und transparent für alle zugänglich gemacht.

    Der Prozess wurde unter der früheren Parteiführung Enrico Lettas initiiert. Die designierte Parteivorsitzende Elly Schlein befürwortete die Agora Democratiche, da dort Menschen zusammenkamen, um konkrete politische Vorschläge zu diskutieren.

    Die Einführung digitaler Instrumente in politischen Parteien ist anspruchsvoll. Wegen struktureller Veränderungen kann es zu internen Spannungen kommen. Verifizierung der Mitglieder und ihrer aufrechten Wahlberechtigung sind wichtige Aspekte, außerdem spielt Vertrauen in die Online-Abstimmung eine wichtige Rolle.

    Vocdoni x Decidim

    Daher freut es uns, dass Decidim in Kooperation mit Vocdoni ein sichereres Wahlsystem mit noch besseren Privatsphärebedingungen entwickelt hat. Das Blockchain-Voting-System wurde unter anderem bei einem Referendum in Bellpuig, Spanien, angewendet. Es räumt eine Reihe von Sicherheitsbedenken aus, verwendet eine eigene Blockchain namens Vochain, die alle wünschenswerten Eigenschaften wie Unveränderlichkeit, Transparenz und Überprüfbarkeit aufweist.

    Abschließend

    Bei der Einbindung von Menschen in Beteiligungsprozesse ist ein gutes transparentes Prozessdesign entscheidend. Verbindlichkeit ist ebenfalls zentral, um geweckte Erwartungen nicht zu enttäuschen. Dass demokratische Prozesse immer zu Ende gedacht werden müssen, und dass es von Beginn an klare Regeln und Transparenz zur Verwertung von Ergebnissen geben muss, damit Parteien gestärkt aus der Einbindung hinausgehen, zeigt die jetzige Unklarheit innerhalb der SP im Umgang mit dem Ergebnis der „Mitgliederbefragung“. Digitale Instrumente können dabei unterstützen, und werden in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.

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